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Chronik des Vereins!
Im Jahr 1920, auf der seinerzeit in Überruhr noch
sehr volkstümlichen Kirschenkirmes trafen sich in der Gaststätte des Heinrich
Thorwesten einige Freunde des Fußballsports, die den Gedanken fasten, in
Überruhr, welches damals noch eine selbständige Gemeinde war, einen
Fußballverein zu gründen.
Sie luden zu einer Gründungsversammlung ein,
welche dann im August 1920 unter Leitung von
Heinrich Lehmann, genannt "Bürken", stattfand. "Bürken" wurde in dieser
Versammlung dann auch zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Der Verein gab
sich den Namen "Teutonia" und wählte als Vereinsfarben Schwarz und Gelb. Erstes
Vereinslokal war die Gaststätte Thorwesten. Zu erwähnen ist, dass der Verein bei
seiner Gründung aus 34 Mitgliedern bestand.
Bald darauf wurde der Verein in den Westdeutschen
Spielverband aufgenommen und trug sein erstes Spiel dann gegen Niederbonsfeld
auf dem Platz des Gegners aus. Noch heute ist die damalige
Mannschaftsaufstellung und das Ergebnis bekannt. Niederbonsfeld gewann mit 8:0.
Was die
damaligen Teutonen aber keinesfalls erschüttern konnte.
Der Verein nahm dann einen für die seinerzeitigen
Verhältnisse ungewöhnlichen Aufschwung. Bereits am 13. Februar 1921 zur
Jahreshauptversammlung zählte der Verein 143 Mitglieder. Der Verein, der
zunächst zu den Meisterschaftsspielen dem Hattinger Bezirk zugeteilt war, kam
dann bald in den
Essener Bezirk. Noch im Jahr 1921 machten sich die Teutonen daran, eine eigene
Sportanlage zu erstellen. In Eigenarbeit wurde der Sportplatz "Hermannshöhe" an
der Mentingsbank geschaffen, auf dem auch noch heute unsere Mannschaften ihre
Spiele austragen.
Nachdem unsere Mannschaft zunächst der damaligen
Essener C Klasse zugeteilt war, schaffte sie bereits 1923 den Aufstieg in die B
Klasse. In den nächsten Jahren mischten unsere Teutonen fast immer in der
Spitzengruppe mit. Damals - manche mögen es nicht glauben - lag die
Zuschauerzahl bei den Heimspielen unserer 1. Mannschaft nicht selten weit über
1.000.
Im Jahr 1936 schaffte unsere Mannschaft den
Aufstieg in die 1.Kreisklasse. Der 2. Weltkrieg legte den Spielbetrieb fast
lahm. Er konnte nur aufrecht erhalten werden durch den Einsatz von Jugendlichen,
was durch eine Sonderregelung möglich war. Im Jahr 1941 war es jedoch
letztendlich mit dem Spielbetrieb zu Ende.
Nach dem Kriege bemühten sich insbesondere die
Sportkameraden Theo Köster, Arnold
Lingenbauer, Ernst Wette u. a. um die Wiederaufnahme des Spielbetriebes durch den
Verein, die
seinerzeit noch von der Genehmigung der Militärregierung abhängig war. Diese
Genehmigung der Militärregierung erhielt der Verein dann im November 1945.
Die Klasseneinteilung sah eine Ruhrbezirksliga,
Bezirksklasse und Kreisklasse vor. In den 50er
Jahren schaffte es der Verein sogar bis zur Ruhrbezirksliga. Nach
zwischenzeitlichem Abstieg in die 1. Kreisklasse .In der Saison 1974/75 gelang
nach einem spannenden Entscheidungsspiel am
Langmannskamp gegen ETB II der ersehnte Aufstieg in die Bezirksklasse, wo sie
zunächst dem
Bezirk Bergisch Mark, später dann dem Ruhrbezirk zugeteilt wurde. Unvergessen
sind aus dieser Zeit auch die Erfolge gegen Mannschaften, die in weitaus höheren
Spielklassen spielten. Erinnert sei hier nur die Pokalschlacht gegen den ETB.
In der Saison 1979/80 gelang der 1. Mannschaft
der Aufstieg aus der Ruhrbezirksklasse, die jetzt Ruhrbezirksliga genannt wurde,
der Aufstieg in die Landesliga, die sich aus Essener und Wuppertaler
Mannschaften zusammensetzte. Hier sorgte man für viel Furore, da man lange Zeit
die Tabelle
anführte und erst am Ende auf den 6. Tabellenplatz abrutschte. In der Saison
1981/82 spielte man dann in einer Landesligagruppe mit Duisburger und
Oberhausener Vereinen und war genauso erfolgreich wie im Vorjahr. In der Saison
1983/84 standen die Vorzeichen bereits vor Aufnahme der Punkterunde schlecht,
da viele Leistungsträger den Verein verlassen hatten. Zwangsläufig war
der Abstieg in die Bezirksliga die Folge. In dieser Liga (Ruhrbezirk/Bezirk Berg
Mark) spielte die 1. Mannschaft mit einem Jahr
Unterbrechung, Saison 1987/88 Kreisliga A mit direktem Wiederaufstieg, bis zur
Saison 1995/96.
Der größte Erfolg in dieser Zeit war jedoch der
Sieg im Finale des Stadtpokals 1986 gegen den TGD Essen-West im Uhlenkrugstadion
vor 700 begeisterten Zuschauern. Zu erwähnen ist aus diesem Zeitraum noch die
Verleihung des Ehrenbriefes der Stadt Essen im Juni 1989 in Anerkennung
hervorragender Vereinsarbeit auf dem Gebiete des Sports.
Das Jahr 1996 ist wohl als das erfolgreichste
Jahr in der Vereinsgeschichte anzusehen. Gleich zwei Erfolge konnten gefeiert
werden, nämlich
1. der Titel des Essener Hallenstadtmeisters und
2. der Aufstieg in die Landesliga.
Diesen tollen Erfolgen folgte im Jahr 1997 ein
böses Erwachen, als kurz vor der Saison 1997/1998 die gesamte erste Mannschaft
samt Trainer den Verein verließ. Der Abstieg aus der Landesliga in der Saison 1997/98 stand schon vor Saisonbeginn
quasi fest. Dieser große Aderlass hatte zur Folge, dass diesem Abstieg der
nächste Abstieg in die Kreisliga A im nächsten Jahr folgte.
Nach diesen nun nicht so erfolgreichen Jahren
scheint der Verein mit seiner Neuformierten ersten Mannschaft und seinem Trainer
wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Jedenfalls gibt der derzeitige
Tabellenplatz alle Hoffnung dazu.
Nicht vergessen wollen wir, dass der Verein nicht
nur eine 1. Mannschaft hat, sondern auch seit
Jahrzehnten weitere Senioren- und Jugendmannschaften. Über die
Jugendmannschaften wird an anderer Stelle zu berichten sein. Zu den größten
Erfolgen der 2. Mannschaft gehören die Spielzeiten in der Kreisliga A und die
der 3. Mannschaft die Spielzeiten in der Kreisliga B. Auch hier geben die
derzeitigen Tabellenplätze Grund zu großem Optimismus. Zum Vereinsleben gehören
ebenso zwei Alteherrenmannschaften. Leider musste unsere Frauenmannschaft,
die im übrigen nach unserem Kenntnisstand die am längsten bestehende
Frauenmannschaft in Essen war, abgemeldet werden. Hier sind als die größten Erfolge bei den "Alten Herren" der Titel des
Stadtpokalsiegers im Jahr 2000 durch die II. Altherrenmannschaft hervorzuheben
und bei den Frauen die Spielzeit in der Frauenlandesliga.
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