Erste Saisonniederlage: Teutonia muss sich Leithe mit 3:5 geschlagen geben
Irgendwann musste es passieren. Nach starken Wochen kassiert Teutonia die erste Niederlage. Beim SV Leithe erwischten die Teutonen einen gebrauchten Tag, zeigten trotz aller Rückschläge Moral, mussten sich am Ende aber verdient mit 3:5 geschlagen geben.
Schon vor dem Anpfiff war klar, dass es keine einfache Aufgabe werden würde. Teutonia ging ersatzgeschwächt in die Partie und musste erneut improvisieren. Ein eigentlich für das Feld vorgesehener Spieler musste zwischen die Pfosten, gleichzeitig wurde sowohl Defensive als auch Offensive erneut umgebaut. Und dann ging es direkt zur Sache.
Leithe kannte von Beginn an nur eine Richtung: volle Kanne nach vorne. Die Gastgeber pressten früh, spielten mit hohem Tempo und setzten Teutonia sofort unter Druck. Die Teutonen waren gedanklich noch nicht richtig auf dem Platz, da stand es bereits 0:1. Ein Gegentor, bei dem die Mannschaft von vorne bis hinten schlicht gepennt hatte.
Auch danach bekam Teutonia keine Ruhe ins eigene Spiel. Leithe blieb aggressiv und setzte nach. Das 0:2 hätte dabei kaum unglücklicher fallen können: Nach einem Freistoß köpfte unser Mann den Ball unglücklich in Richtung des eigenen Tores. Der erste Versuch konnte noch pariert werden, doch beim Nachschuss war nichts mehr zu machen.
Erst danach bekam Teutonia langsam etwas mehr Zugriff. Die Mannschaft arbeitete sich in die Partie und belohnte sich mit dem Anschlusstreffer zum 1:2. Plötzlich war man wieder dran.
Doch die Hoffnung hielt nicht lange. Praktisch im Gegenzug wurde ein individueller Fehler eiskalt bestraft und Leithe stellte auf 1:3. Ein weiterer Nackenschlag in einer ohnehin ausbaufähigen ersten Halbzeit. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Teutonia ein anderes Gesicht. Die Mannschaft übernahm zunehmend das Spiel, spielte mutiger nach vorne und erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten. Was fehlte, war die letzte Konsequenz vor dem Tor.
In der 55. Minute fiel dann endlich das 2:3. Teutonia war wieder da, und auf einmal war die Chance auf das Comeback greifbar.
Doch erneut hatte Leithe die passende Antwort.
Das vermeidbare 2:4 kam aus Teutonia-Sicht genau zum falschen Zeitpunkt und nahm der Aufholjagd zunächst den Wind aus den Segeln.
Teutonia warf danach alles nach vorne, kämpfte und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Leithe verteidigte mit allem, was da war, während die Partie zunehmend unruhiger wurde.
Die endgültige Entscheidung fiel schließlich mit dem 2:5, wobei dem Treffer aus Teutonia-Sicht eine Abseitsstellung vorausging, die nicht erkannt wurde.
Aber auch jetzt ließ sich die Mannschaft nicht hängen. Teutonia spielte weiter nach vorne und kam noch zum 3:5. Für das Ergebnis war der Treffer am Ende nur noch Kosmetik, für die Einstellung der Mannschaft aber bezeichnend:
Am Ende muss man ehrlich sein: Die Niederlage geht in Ordnung.
Teutonia hatte vor allem in beiden Halbzeiten genügend Möglichkeiten, um das Spiel enger zu gestalten oder vielleicht sogar komplett zu drehen. Vor dem Tor fehlte jedoch die nötige Konsequenz und Cleverness. Gleichzeitig leistete sich die Mannschaft defensiv zu viele Fehler, die Leithe konsequent bestrafte.
Das große Positive an diesem insgesamt hektischen und unruhigen Spiel bleibt daher die Moral. Trotz personeller Probleme, Rückständen und immer neuer Nackenschläge steckte die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt auf.
Nach überragenden Wochen sind zuletzt allerdings ein paar Dellen entstanden. Vielleicht kommt die erste Niederlage der Saison deshalb genau zum richtigen Zeitpunkt und dient als Weckruf.
Jetzt heißt es: Fehler aufarbeiten, zusammenrücken und nach vorne schauen.
Denn eine Niederlage ändert nichts an den starken Wochen zuvor. Entscheidend ist, wie die Mannschaft darauf reagiert.
In zwei Wochen wartet Bredeney. Auf geht’s Teutonia!
